Kölner Klub für Luftsport e.V.

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Start Der Klub Die Glanzzeit der Ballone

Die Glanzzeit der Ballone

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Ausscheidungsrennen am 10. Mai 1908 in KölnMit einer Flotte von zwölf verfügte der Kölner Klub bald über die meisten einsatzfähigen Ballone aller deutschen Vereine. Bis zum ersten Weltkrieg beschränkte sich der Luftfahrtsport in Köln im Wesentlichen auf die Ballonfahrt. Die Beteiligten gehörten in den ersten Jahren einer durchaus exklusive Gruppe der Kölner Gesellschaft an. Nur gut situierte Bürger gingen diesem kostspieligen und abenteuerlichen Hobby nach. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges erhoben sich die Kölner Ballone 616 Mal. Die Ballon- und Luftschifffahrt erfreute sich allgemeiner Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung. Die Zeitungen nahmen jede einzelne Ballonfahrt zur Kenntnis und berichteten darüber mit Angabe des Start- und Landeplatzes und den Namen des Ballonführers und aller Insassen. Bisweilen wurde die Luftfahrt allerdings als etwas Kurioses angesehen, die wahre Bedeutung der Fliegerei war noch nicht deutlich geworden.

Logo der FreiballongruppeDie Kölner Luftfahrer hatten sehr schnell großen Zulauf, ihr Klub bestand schon bald aus mehreren hundert Mitgliedern. Dem Verein standen vier eigene und acht private Ballone zur Verfügung. Von den Letzteren gehörten allein vier der Firma Clouth, die sogar zwei eigene lenkbare Luftschiffe besaß. Zeitgenössischen Berichten zufolge verwandelte sich das Aufstiegszeremoniell vor großen Starts häufig in eine Art Volksfest, an dem die Bürger scharenweise interessiert und begeistert teilnahmen. Der Motorflug unterlag im ersten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts gegenüber der Dominanz des Ballonsports, obwohl doch gerade auf diesem Gebiet zu dieser Zeit große Fortschritte erreicht wurden. So blieb der Motorsport in Köln zunächst dem Militär vorbehalten, während er in anderen Regionen bereits als Sport entdeckt war. Im Jahre 1912 wurde eine Fliegerstation in Köln errichtet. Die eintreffenden Militärflieger traten auch dem zivilen Klub bei, der seinen Namen verkürzte und sich ab 1912 "Kölner Klub für Luftfahrt" nannte.

Die alten Ballonführer bei der Betrachtung des ersten Modells ihres Nachkriegs-Freiballons Clouth VIII-Köln. Auf dem Bild von links nach rechts: Straßfeld, Key, Heymer, Klüsener, Peters, Geusgen, Stüttem und Ballonmeister Gensicke