1945 schien die deutsche Fliegerei endgültig tot. Englische und belgische Flugzeuge übten am Butzweilerhof.Erst 1949 organisierte sich der "alte" Klub unter dem Dach des neu entstandenen Deutschen Aero Clubs neu – zum dritten Mal. Anlässlich der Taufe des ersten Freiballons nach dem Krieg sagte Jakob Möltgen, der große Altmeister der Kölner Sportfliegerei: "Wir wollen den Himmel nicht erobern, das überlassen wir anderen. Wir wollen mit leichten Sportflugzeugen nur unseren herrlichen Motorsport ausüben."
In verschiedenen Etappen hatten Modellflieger, Ballonfahrer, Segelflieger und Motorflieger ihren Weg in den Klub zurückgefunden. Nach und nach wurden die über die deutsche Luftfahrt verhängten Beschränkungen des Kontrollrates abgebaut. Modellflieger und Ballonfahrer durften schon sehr früh wieder starten.
1952 traten die Segelflieger – die bis dahin natürlich längst in aller Stille ihre Vorbereitungen getroffen hatten – wieder in die Öffentlichkeit, und seit 1955 durften auch deutsche Motorflieger wieder an der Luftfahrt teilnehmen.
Die fünfziger und der Anfang der sechziger Jahre waren erfüllt von einer großen Euphorie für den Luftsport. Politiker und Verwaltungsleute ließen sich gern mit Sektglas vor den Fahrzeugen fotografieren, die Zeitungen verfolgten jede Entwicklung mit positiven Kommentaren – eine Woge der öffentlichen Anteilnahme gab dem
Klub Sicherheit und Selbstvertrauen. Allerdings: Da der Butzweilerhof den Alliierten zur Verfügung stand, mussten die Klubmitglieder über mehrere Jahre von dem Flugplatz aus starten und landen, der heute das Zuhause des Vereins ist - Bonn Hangelar. Da sich inzwischen mehrere andere Luftsport treibende Vereine gebildet hatten, kam es 1957 zur Gründung der "Interessengemeinschaft Flugplatz Butzweiler Hof e.V." In demselben Jahr konnte die Segelfluggruppe eine Halle errichten, und der Klub durfte von Hangelar nach Köln zurückkehren. Nachdem der Regierungspräsident 1958 der Interessengemeinschaft Butzweilerhof als Flugplatzunternehmerin die formelle Genehmigung zum Betrieb eines Verkehrslandeplatzes erteilt hatte, konnten sich auch die Motorflieger wieder niederlassen: Luftsport konnte erneut auf dem Butzweilerhof ausgeübt werden.





